RWTH Aachen FB 2 Architektur

Lehrstuhl für Bildnerische Gestaltung

Split Screens oder die Simultaneität des Raumes

WS 2009/10 BiG Medien

Split Screens oder die Simultaneität des Raumes

Architektur schafft Räume, die Ereignisse strukturieren. Sicht- wie unsichtbare Trennungslinien durchziehen und organisieren unsere Handlungen: Beispielsweise die Linie, die Verkehr und Gegenverkehr reguliert, die Mauer, die zwei nebeneinanderliegende Zimmer voneinander trennt oder die Brücke, die es ermöglicht, über den Fluss zu kommen. Bewegung findet zeitgleich statt und ist doch räumlich voneinander getrennt. In den visuellen Medien hat man eine Technik gefunden, mit der man gleichzeitg stattfindende Handlungen parallel darstellen kann: den Split Screen. Ob in Shanghai, Aachen oder Mexiko, dieses Verfahren ermöglicht auf einfache Art und Weise komplexe, räumlich voneinander getrennte Ereignisstrukturen in einem Bild zeitgleich zu fassen, sogenannte Simultaneitäten zu schaffen. Dadurch eröffnen sich neue ästhetische wie inhaltliche Möglichkeiten der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Raum und der Kausalität oder Nicht-Kausalität seiner Ereignisse. Ziel des Seminars ist es, mit Hilfe von Bewegtbild, Trennungslinien des Alltags aufzuspüren, Bewegung als Handlung im Raum sichtbar zu machen und simultane Ereignisstrukturen visuell, experimentell umzusetzen. Das Ergebnis, welches im Split Screen Verfahren präsentiert werden soll, kann sicherlich individuell variieren zwischen visueller Raumkomposition, Performance oder Videokunst. Gruppenarbeit möglich.

Dozenten: Hannah Groninger, Thomas Schmitz


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